Mittwoch, 9. März 2011

3 Tage Pura Vida

So, nach einiger Zeit melden wir uns mal wieder, das letzte Hostel in Montezuma hatte kein Internet und wir keine Zeit. Aber alles der Reihe nach.

Die Nachtwanderung durch den Sekundaerwald war alles in allem OK, aber etwas ueberteuert. Immerhin haben wir ein Faultier, eine Tarantel und andere Spinnen, sowie den gelb-Augen Kaefer und eine immense Blattschneideameisen-Strasse gesehen.
Aber seht selbst:


Danach haben wir uns noch von unserem Hostelbesitzer Andreas verabschiedet, mit dem wir einige anregende Gespraeche gefuehrt hatten.


Am naechsten Tag gings dann in aller Frueh nach Montezuma, eine beachtliche Strecke mit einigen geografischen Hindernissen: Berge, Schotterpiste, Staub, Hitze, Meer und wieder Schotterpiste. Hier seht ihr einmal Staubschutz, Busausblick und Schiffausblick. Da ist bestimmt ein Schatz vergraben!


Via unserer geliebten Hafenstadt Puntarenas sind wir mit der Faehre nach Paqueras uebergesetzt, von da gins mit dem Bus wieder weiter nach Montezuma, sodass wir nach 8h Fahrt endlich angekommen waren. Im Bus gabs dann auch noch einen Musiker, der ziemlich vulgaere Lieder vor sich hinschmetterte und stoehnte :D.
Ach wie wir Schwarzbrot vermissen! Aber immerhin gabs in Montezuma einen vernuenftigen Baecker, der nicht nur staubtrockene Baguettes, sondern richtig leckeres Zwiebelbrot verkaufte! Zumindest ein kleiner Trost!
Eine andere kulinarische Erfahrung in Costa Rica sind die Bananchips, die aus gesalzenen und zitronisierten Kochbanenchips bestehen. Aussergewoehnlich und sehr lecker!


Montezuma war toll! Da herrscht echt eine ganz andere Atmosphaere, das kann man sich in Deutschland kaum vorstellen. Das laesst sich nur in den Worten der Ticos ausdruecken: Pura Vida! Am ersten Abend haben wirs dann gleich Krachen lassen und eine Paella bei Meerblick genossen. Koestlich mit einer Fuelle an Meeresfruechten garniert, haben wir uns die Baueche vollgeschlagen.
Davor haben wir aber noch ein nettes Gespreach mit dem Indianer-Hippie-Taxifahrer Armando gehabt, der uns ueber nachhaltiges Leben in Costa Rica aufgeklaert hat.

Eigentlich wollten wir am naechsten Tag rechtzeitig aufstehen, um zum kostenlosen Salsakurs zu kommen, aber als wir um 8:34 aufstanden, mussten wir uns sputen, um um 9:00 rechtzeitig dort zu sein. Also schnell ne Schuessel Cornflakes hintergekippt und ab ging die Post! Als wir schliesslich ankamen, war lediglich ein weiteres Paar dort, und wir genossen quasi Einzelunterricht - zuerst Salsa und anschliessend noch Merengue. Wie ihr euch vorstellen koennt, war das eine Schweisstreibende Angelegenheit, auch um 9:00!
Danach haben wir dann noch einen Ausflug zu den Montezuma-Wasserfaellen gemacht, ungefaehr vergleichbar mit dem Fango-Tal (nur fuer Hoerbrands verstaendlich!).
Vor Ort wollten wir dann noch den Wasserfall erklimmen, aber der Pfad hoch war unglaublich steil und ungesichert wohl ziemlich gefaehrlich, sodass wir nach 3/4 der Strecke doch lieber umgekehrt sind.
Der Wasserfall war aber einsame Spitze und das Wasser herrlich erfrischend.





So und da waeren wir auch schon bei heute angekommen. Wie immer sind wir frueh aufgestanden und haben feststellen muessen, dass uns der Keaese aus dem Gemeinschaftskuehlschrank geklaut wurde. Also gabs Ciabatta in Milch.
Anschliessend haben wir noch einen ausgedehnten Strandspaziergang gemacht und Krebskolonien beobachtet. Kurz vor der Fahrt sind wir dann noch einmal baden gegangen, die Wellen sind hier schon etwas groesser als im Mittelmeer.

Hier noch unser Hotelausblick!

Rasch alles zusammen gepackt und ab zur Bushaltestelle, nur um den Bus vorbeifahren zu sehen. WAAAS¿¿¿¿ in Costa Rica kommt der Bus mal zu frueh! Unglaublich aber wahr denn wir standen um Punkt 10:23 an der 10:30-Haltestelle. Was solls also haben wir ein Taxi nach Cobano genommen und eine angenehmes Gespraech mit dem Taxifahrer gefuerhrt, die Leute sind hier ziemlich offen. Beispiel dafuer: Lea bekam zum Abschied ein Backenkuesschen :D. Zum GLueck haben wir unseren Anschlussbus noch bekommen und sitzen jetzt in Playa del Carmen, wo es nochmal 10 Grad heisser als in Montezuma ist (knappe 40 Grad) ich glaub wenn wir das Internetcafe verlassen, hauts uns um. Unser Hostel hier ist wahnsinnig schnuckelig, das Zimmer riesig und die Kueche mit allem erdenklichen ausgestattet + SAUBER (keine Selbstverstaendlichkeit hier). Die Besitzer, ein relativ junges Paerchen nehmen uns morgen vielleicht zum Nationalpark Cabo Blanco mit, denn wir mussten feststellen dass der Eingang naeher an Montezuma als an Playa del Carmen liegt. Der Kerl hat sogar einen aenlichen Musikgeschmak wie Thorsten. Jimi Hendrix und The Doors mag einfach fast jeder.

Ganz liebe Gruesse aus der Sauna,

Thorsten und Lea

1 Kommentar:

  1. wegen einem sehr starken Erdbeben in Japan passieren im Moment
    im gesamten Pazifik sehr starke Tsunamis. Für Südamerika gibt es auch
    eine Warnung. Ankunft dort ca. 16 h Ortszeit Costa Rica.

    Für Info: http://www.spiegel.de/panorama/bild-750254-190518.html

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